Heute ist/war ja Muttertag. Für alle Mamis, ausser für mich. Meiner meint, ich wäre ja nicht seine Mutter (diese Diskussion führen wir nunmehr seit 4 Jahren
) wobei er mir mit diesem Argument gar nicht kommen muss, denn auch bei seiner Mutter geht ihm dieser Tag am Allerwertesten vorbei. Und wie sollen ein 4jähriger und eine 2,5jährige von sich aus darauf kommen, dem Mami ein Sträusschen zu pflücken, wenn es ihnen niemand sagt?
Ich bin heute also aufgestanden, habe mich wie jeden Tag um die Kinder gekümmert und habe ihnen erklärt, dass heute ein spezieller Tag ist, nämlich der Muttertag. Der Grosse fand es noch interessant, wollte alles genau wissen und meinte, dass wir noch ein paar Blumen pflücken könnten. Meiner ging dann irgendwann los zum Joggen und ich mit den Kinder nach draussen. Alleine. Das Sträussli pflücken haben wir über das viele Velofahren, Kickbördlen und Tierli gucken beim Bauer total vergessen.
Wer meint, er lese aus obigem Beitrag eine gewisse Enttäuschung heraus, der liest richtig. Es wäre schön, gäbe es einen besonderen Tag für mich als Mami. Natürlich müsste es nicht genau an diesem Tag sein, aber da all meine Mami-Kolleginnen mit kleinen Geschenklis, Herzli und Blüämlis prahlen, versetzt es mir einen klitzekleinen (oder auch grösseren) Stich, dass meine Kinder nicht mal wissen, dass es den Muttertag überhaupt gibt.
Der Grosse hat das Muttertagsbasteln in der Spielgruppe verpasst. Nächstes Jahr, wenn er im Kindi ist, wird er mir dann wohl – mit stolzer Brust – etwas schenken. Da wird es ihm dann vorgelebt, was es zuhause nicht wird.
Wie das bei uns zuhause früher gehandhabt wurde, weiss ich wirklich nicht mehr. Ich nehme an, dass ich meinem Mami früher zum Muttertag auch im Kindergarten oder der Schule was gebastelt habe. Wie mein Vater zu diesem Tag steht oder gestanden hat, weiss ich gar nicht genau.
Es kam eine Zeit, ich war ein braver Teenager, war mir der Muttertag wohl auch piepsegal. Ich bin mir zwar nicht sicher, weil ich mich wirklich nicht erinnern kann. Allerdings weiss ich, dass ich durch die Jahre eigentlich immer ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter hatte, drum könnte ich mir vorstellen, dass ich mir manchmal doch noch was hab einfallen lassen.
Jetzt, da ich selber Mami bin und weiss, was man alles leisten muss, wie viel Geduld man haben muss, wie oft man die Wände hochgehen könnte und sich zusammenreissen muss… da ist mir natürlich auch bewusst, was meine Mutter mit ihren 3 Kindern alles geleistet hat. Und was sie auch heute noch für uns/mich tut, ist unglaublich. Da darf man ruhig mal Danke sagen. Persönlich, durch ein Geschenkli oder auch mal hier im Blog.
Liebes Mami, ich Danke Dir von Herzen. Ein besseres Mami als Dich gibt’s wohl gar nicht. Ich hab Dich schampaar lieb. (Dich Papi natürlich auch und die Brüder sowieso
).